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Vienna Business School Schönborngasse forscht zum Thema "Grenzen"

56 Schülerinnen und Schüler aus der 1AS Handelsschule und der 2BK HAK Plus beschäftigten sich eine Woche lang mit dem Thema „Grenzen“. Betreut von 16 Studierenden des Institutes für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien entwickelten sie in Kleingruppen individuelle Fragestellungen.  Die Gruppen diskutierten beim Start-Up-Treffen einige Tage vor der Projektwoche über politische, geographische, wirtschaftliche, rechtliche, sprachliche, soziale Grenzen, über formelle und informelle Grenzen, über öffentliche und private Grenzen, über Grenzüberschreitungen und darüber, dass Grenzen unsere Wirklichkeit in umfassender Weise formen. 

Während dieses Diskussionsprozesses kristallisierten sich viele Fragestellungen heraus, die das breite Interessensspektrum der Schüler/innen spiegeln: Welche Arten von räumlichen Grenzen gibt es? Wie beeinflusst Globalisierung den 8. Bezirk – wie lässt sich Globalisierung in Einklang mit Nachhaltigkeit und Fairtrade bringen? Nutella – Globalisierung im Glas? Gibt es Privatsphäre im Internet – wo liegt die Grenze zur Überwachung? Inwieweit glauben wir im Internet sicher zu sein? Gibt es reale oder imaginäre Grenzen zwischen dem 1. und 8. Bezirk? Gibt es reale oder imaginäre Grenzen zwischen dem 8. und 16. Bezirk? Religion und Schule:  Wo liegen die Grenzen des Einflusses von Religion im Schulalltag? Wie werden finanzielle Grenzen im 8. Bezirk wahrgenommen? Wie werden Altersgrenzen beim Verkauf von Rauchwaren eingehalten? Vorurteile und Jobsuche – wie kann man der Grenze der Diskriminierung entgegenwirken? Grenzen im Sport – begrenztes Sportangebot im 8. Bezirk? Welche persönlichen Grenzen gibt es beim Rauchverbot? Grenzen in der Schule – Verlassen des Schulgebäudes in den Pausen: Werden diese Grenzen überschritten und wie wird dem Überschreiten von Regeln begegnet? Wo erkennen die Bewohner/innen des 8. Bezirks Grenzen und wie gehen sie damit um?

Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit den Studierenden innerhalb und außerhalb der Schule. Sie lernten den Fragestellungen entsprechend eine bunte Vielfalt an Forschungsmethoden kennen. Sie entwickelten ihren ersten Fragebogen, überlegten sich Leitfragen für Interviews und führten diese Interviews durch, recherchierten im Internet, besuchten eine Bibliothek, holten Informationen über Experimente ein, beobachteten, kartierten, fertigten Fotodokumentationen an und trafen Expert/innen. Nach den umfangreichen Arbeiten zur Informationsgewinnung mussten die Daten zusammengefasst, verdichtet und für die Abschlusspräsentation aufbereitet werden. Großer Ideenreichtum prägte die kurzweiligen Präsentationen. Mit Plakaten, Sketches, Bühnenbildern, Videos, Reisen per Google Earth, mit einem Weltkuchen und der interaktiven Methode, Ergebnisse mit Kahoot! erraten zu lassen, begeisterten die Schülerinnen und Schüler das Publikum. 

Die Erfolgsfaktoren in diesem Projekt waren die Möglichkeit für die Schüler/innen, sich eine Fragestellung selbst suchen, den Arbeits- und Lernprozess betreut gestalten und die Ergebnisse präsentieren zu können. Den größten Nutzen zogen sie aus der Gruppengröße und der individuellen Betreuung durch die Studierenden. Bei diesem hohen Identifikationsgrad mit dem Thema kommt es zu ungewöhnlichen Leistungen. Wir haben unsere Schüler/innen von einer ganz neuen Seite kennengelernt und hoffen, dass die Studierenden ebenfalls wertvolle Erfahrungen für ihre zukünftige Tätigkeit sammeln konnten.

Mag. Eveline Grubner, MA

26.4.2018